Vergoldeter Shakyamuni Buddha mit eingelegten Augen, Thailand, 19. Jahrhundert
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- Haltung
- Sitzend
- Gewicht
- 4.8 kg
- Referenz
- 732
THAILAND, RATTANAKOSIN-PERIODE, 19. JAHRHUNDERT
Vergoldete Kupferlegierung mit eingelegten Augen.
Höhe 40,5 cm; Breite 31,5 cm; Gewicht 4,8 kg.
Der Buddha sitzt in dhyanasana auf einem gestuften, doppelten Lotosthron über einem breiten sechseckigen Sockel. Beide Hände ruhen in dhyana mudra im Schoß. Die aufrechte Haltung, die verlängerten Ohrläppchen und die hoch aufsteigende flammenförmige ushnisha verweisen auf die Rattanakosin-Zeit und deren bewusste Wiederaufnahme älterer Sukhothai-Ideale.
Von besonderer Wirkung sind die eingelegten Augen: Helle Skleren und dunkel aufgesetzte Pupillen verleihen dem ruhig modellierten Gesicht eine eindringliche Präsenz. Das Gewand liegt mit sparsam gezogenen Säumen über der linken Schulter; der Sockel ist in mehreren Zonen mit stilisierten Lotusblättern gegliedert.
Oberfläche und Patina
Die warm vergoldete Oberfläche zeigt feine Polier- und Gebrauchsspuren, Abrieb sowie lokale Farbveränderungen. Zwischen den eng gesetzten Haarlocken liegt eine ausgeprägte türkisgrüne Kupferpatina; an Haaransatz und Ohren haben sich rötliche und dunkle Rückstände erhalten. Die erhabenen Locken sind durch langes Berühren und Reinigen stärker blank gerieben als die geschützten Vertiefungen.
Materialtechnische Untersuchung
Das beiliegende Untersuchungsprotokoll dokumentiert Makrofotografie, digitale Mikroskopie und eine Prüfung unter UV-Licht bei 365 nm. Festgehalten wurden traditionelle Guss- und Bearbeitungsspuren, kupferhaltige Korrosionsprodukte, ein erhaltener heller, kalk- und gipsartiger Gusskern mit dunklen Einschlüssen sowie Alterungsmerkmale an den Augeneinlagen. In ihrer Gesamtheit stützen diese Befunde die Einordnung als ältere thailändische Arbeit des 19. Jahrhunderts.
Zustand
Guter, altersgemäßer Zustand. Berieb und Kratzer an der Vergoldung, örtliche Verfärbungen, Korrosion und Ablagerungen im Haar, gussbedingte Unregelmäßigkeiten sowie alte Spuren an Verbindungen und Händen. Die äußerste Spitze der ushnisha ist historisch bestoßen. Die offene Unterseite gibt den erhaltenen Gusskern frei. Sämtliche Detailaufnahmen sind Bestandteil der Zustandsbeschreibung.
Jedes Objekt wird vor dem Angebot untersucht: Material, Guss- oder Schnitztechnik, Oberfläche und Altersspuren werden mit dokumentierten Referenzen verglichen. Sie erhalten ein Echtheitszertifikat sowie eine offizielle Rechnung mit Angaben zu Epoche, Material und verfügbarer Herkunft.
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