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Eine eindrucksvolle und außergewöhnlich ausdrucksstarke Buddhafigur aus Burma, dem heutigen Myanmar, aus Teakholz geschnitzt und in das 19. Jahrhundert datiert, wahrscheinlich in dessen zweite Hälfte, circa 1850–1900. Mit einer Länge von 102 cm und einem Gewicht von 12,8 kg besitzt die Skulptur eine monumentale Präsenz; zugleich vermitteln die ruhige Haltung und der zurückhaltende Gesichtsausdruck tiefe Stille.
Der Buddha liegt auf seiner rechten Seite und stützt den Kopf mit einer Hand. Die kraftvolle Silhouette, die fein ausgearbeiteten Haarlocken und die rhythmisch geschnitzten Gewandfalten verbinden Gelassenheit mit skulpturaler Spannung. Schwarzer Lack, rote Polychromie und verstreute Reste alter Vergoldung verleihen der Oberfläche einen reichen, authentisch gealterten Charakter.
Der liegende Buddha gehört zu den bekanntesten Darstellungen der buddhistischen Kunst. Die Haltung wird mit Ruhe, innerem Frieden und dem Übergang in das Parinirvana verbunden: der endgültigen Befreiung nach dem Erreichen vollkommener Erleuchtung. Der gelassene Gesichtsausdruck steht nicht für den Tod, sondern für spirituelle Vollendung und Befreiung.
Die Figur wurde von Hand aus Teakholz geschnitzt, einem widerstandsfähigen Holz, das in Burma häufig für Tempelfiguren und Andachtsskulpturen verwendet wurde. Die sichtbaren Körperpartien sind schwarz lackiert, das Gewand ist rot polychrom gefasst. Über die Oberfläche verteilt haben sich alte Vergoldungsreste erhalten, besonders in Vertiefungen, im Gesicht und zwischen den geschnitzten Haarlocken.
Der mehrschichtige Aufbau, örtliches Craquelé, Abrieb und die unregelmäßig erhaltene Vergoldung sind auf den Detail- und Mikroskopaufnahmen deutlich erkennbar. Die Figur besitzt keine Stein- oder Glaseinlagen, was ihre kraftvolle und zurückhaltende Ausführung unterstreicht.
Burma / Myanmar, 19. Jahrhundert, wahrscheinlich zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, circa 1850–1900. Schnitzweise und Oberflächenbehandlung entsprechen der burmesischen Tradition hölzerner Andachtsfiguren. Da die genaue regionale Werkstatt nicht dokumentiert ist, wird das Objekt bewusst als burmesisch beschrieben, ohne Zuschreibung an eine bestimmte Mandalay-Werkstatt.
Guter antiker Zustand, dem Alter, Material und religiösen Gebrauch entsprechend. Die Oberfläche zeigt natürlichen Abrieb, Craquelé, kleinere Lackverluste, Verfärbungen sowie örtliche Verluste der Polychromie und Vergoldung. Die Unterseite weist altersbedingte Spuren und Gebrauchsspuren auf. Stein- oder Glaseinlagen sind nicht vorhanden. Bitte betrachten Sie sämtliche Fotografien sorgfältig; sie sind Bestandteil der Zustandsbeschreibung.
Mit ihrem großzügigen Format, der zurückhaltenden Farbigkeit und der authentischen Patina ist diese Figur ein besonderes Sammlungsobjekt für ein Interieur, eine Kunstsammlung oder einen kontemplativen Raum. Die Verbindung aus monumentalem Maßstab und ruhiger Ikonografie verleiht ihr aus nahezu jedem Blickwinkel eine überzeugende Präsenz.
