{"product_id":"antieke-nepalese-rakta-tara-thangka-newar-paubha-19e-eeuw","title":"Antike Rote Tara Thangka aus Nepal – Newar Paubha des 19. Jahrhunderts – 120 cm","description":"\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eMaße: H 120 × B 73 cm inklusive historischer Textilmontierung\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eSie steht im Zentrum wie eine Erscheinung: eine leuchtend rote weibliche Gottheit vor tiefblauem Grund, umgeben von einem vielschichtigen Kreis kleinerer Gottheiten. Diese monumentale \u003cstrong\u003ebuddhistische Malerei aus Nepal\u003c\/strong\u003e stammt aus dem \u003cstrong\u003e19. Jahrhundert\u003c\/strong\u003e und zeigt \u003cstrong\u003eRakta Tara, die Rote Tara\u003c\/strong\u003e.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eMit einer Höhe von 120 cm besitzt das Werk eine außergewöhnliche Präsenz. Aus einiger Entfernung dominiert die intensive rote Gestalt der Tara. Erst aus der Nähe erschließt sich die enorme Detailfülle aus Gesichtern, Aureolen, Schmuck, Lotusblüten, Gewändern und fein gemalten Nebenfiguren.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch2\u003eRakta Tara – die Rote Tara\u003c\/h2\u003e\n\n\u003cp\u003eDie zentrale Göttin erscheint stehend und zweifach bewaffnet. Ihr Körper folgt einer eleganten, leicht geschwungenen Haltung, während Krone, Halsketten, Armreifen und weiterer Schmuck ihre göttliche Erscheinung unterstreichen.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eDie nach unten geöffnete rechte Hand zeigt die \u003cstrong\u003eVarada Mudra\u003c\/strong\u003e. Diese Geste steht in der buddhistischen Ikonographie für Geben, Großzügigkeit, Segen und die Erfüllung von Wünschen.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eMit der linken Hand hält Tara den langen Stängel einer großen Lotusblüte, die neben ihrer Schulter aufblüht. Der Lotus gehört zu den wichtigsten Symbolen buddhistischer Kunst: Er wächst aus dem Schlamm empor und entfaltet dennoch eine reine Blüte – ein Sinnbild für spirituelle Entwicklung und Erwachen.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eEin ungewöhnliches Detail befindet sich über ihrer linken Schulter: Dort liegt ein deutlich \u003cstrong\u003egeflecktes Tierfell\u003c\/strong\u003e, das zwischen Schmuck und Gewand sichtbar wird und der Darstellung eine besonders eigenständige ikonographische Note verleiht.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch2\u003eWarum ist diese Tara rot?\u003c\/h2\u003e\n\n\u003cp\u003eDie rote Farbe besitzt innerhalb des tantrischen Buddhismus eine besondere Bedeutung. Sie wird mit der sogenannten \u003cstrong\u003emagnetisierenden Aktivität\u003c\/strong\u003e verbunden – der Kraft, günstige Bedingungen, hilfreiche Beziehungen, Möglichkeiten und notwendige Mittel anzuziehen.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eZusammen mit der Varada Mudra entsteht dadurch eine Symbolik, die eng mit \u003cstrong\u003eWunscherfüllung, Wohlstand, Fülle und günstigen Lebensumständen\u003c\/strong\u003e verbunden ist.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eDabei geht es nicht ausschließlich um materiellen Reichtum. Buddhistische Vorstellungen von Fülle umfassen ebenso Wissen, Schutz, geeignete Lehrer, unterstützende Menschen und die Freiheit von Hindernissen auf dem spirituellen Weg.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch2\u003eEin ganzer Götterkosmos auf einem Bild\u003c\/h2\u003e\n\n\u003cp\u003eDie große Tara ist von zahlreichen kleineren Gottheiten umgeben. Jede Figur besitzt einen eigenen Bereich innerhalb der Komposition und erscheint mit individueller Körperfarbe, Haltung und ikonographischen Merkmalen.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eBesonders charakteristisch ist die fast architektonische Ordnung dieser Nebenfiguren. Runde Aureolen und Wolkenformen verteilen sich rhythmisch um die zentrale Gottheit und lenken den Blick immer wieder zurück auf die Rote Tara.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eDer tiefblaue Hintergrund verstärkt die Wirkung der kräftigen Rot-, Grün-, Gelb- und Weißtöne. Diese intensive Farbwirkung gehört zu den faszinierendsten Eigenschaften historischer religiöser Malerei aus Nepal.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch2\u003eThangka oder Paubha?\u003c\/h2\u003e\n\n\u003cp\u003eInternational würde ein solches Werk meist als \u003cstrong\u003eantike Thangka\u003c\/strong\u003e bezeichnet. Für eine traditionelle religiöse Malerei aus der Newar-Kultur Nepals existiert jedoch ein genauerer Begriff: \u003cstrong\u003ePaubha\u003c\/strong\u003e.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eDie Paubha-Malerei entwickelte sich innerhalb der Newar-Gemeinschaften des Kathmandu-Tals und besitzt eine jahrhundertealte Tradition. Newar-Künstler waren für ihre außergewöhnliche Präzision, ihre komplexen religiösen Bildprogramme und ihre intensive Farbgebung bekannt.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eZwischen Nepal und Tibet bestand über Jahrhunderte ein reger Austausch von Händlern, Pilgern, Künstlern und religiösen Lehrern. Entsprechend eng sind Paubha und tibetische Thangka miteinander verwandt.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eFür Sammler ist dieses Werk daher sowohl unter dem international gebräuchlichen Begriff \u003cstrong\u003eNepal Thangka\u003c\/strong\u003e als auch unter der kunsthistorisch spezifischeren Bezeichnung \u003cstrong\u003eNewar Paubha\u003c\/strong\u003e einzuordnen.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch2\u003e19. Jahrhundert\u003c\/h2\u003e\n\n\u003cp\u003eDas Werk wird in das \u003cstrong\u003e19. Jahrhundert\u003c\/strong\u003e datiert. Stil, Kompositionsaufbau und die heute sichtbare materielle Alterung stehen im Zusammenhang mit historischen Beispielen der Himalaya-Malerei dieser Epoche.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eFür den kunsthistorischen Vergleich sind mehrere international dokumentierte Werke interessant. \u003cstrong\u003eHimalayan Art Resources\u003c\/strong\u003e veröffentlicht unter der Nummer 65564 eine großformatige Komposition des 19. Jahrhunderts aus dem Umfeld der Himalaya-Malerei, heute mit dem \u003cstrong\u003eRubin Museum of Art\u003c\/strong\u003e verbunden. Auch dort dominiert eine große rote Gottheit eine komplexe Versammlung kleinerer Figuren.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eEine weitere relevante Vergleichsebene bietet \u003cstrong\u003eChristie's\u003c\/strong\u003e. Im Rahmen der bedeutenden John C. and Susan L. Huntington Collection wurde dort eine nepalesische Malerei einer roten Gottheit als \u003cstrong\u003eNepal, wahrscheinlich 19. Jahrhundert\u003c\/strong\u003e katalogisiert. Besonders die intensive Farbgebung und die Organisation der kleineren Gottheiten zeigen die Qualität und Vielfalt historischer Newar-Malerei.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eDiese Werke dienen ausschließlich als kunsthistorische Vergleichsbeispiele und stellen keine Provenienz des hier angebotenen Objekts dar.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch2\u003eEin außergewöhnliches Zeugnis seiner Reise: Nepal 1976\u003c\/h2\u003e\n\n\u003cp\u003eDas Gemälde besitzt ein Detail, das seine spätere Geschichte unmittelbar greifbar macht.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eAuf dem Werk befindet sich ein historisches \u003cstrong\u003enepalesisches Export- beziehungsweise Prüfsiegel\u003c\/strong\u003e. Darauf ist das Kalenderjahr \u003cstrong\u003e2033 Bikram Sambat\u003c\/strong\u003e erkennbar. Dieses entspricht dem Jahr \u003cstrong\u003e1976 n. Chr.\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eDamit besitzt die Thangka einen direkt am Objekt erhaltenen, datierten Hinweis auf ihre Geschichte in Nepal. Das bereits historische Gemälde befand sich spätestens 1976 dort und wurde im Zusammenhang mit seiner Ausfuhr entsprechend gekennzeichnet.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eGerade bei antiker asiatischer Kunst ist ein solcher physisch erhaltener historischer Anhaltspunkt besonders interessant. Die Geschichte des Objekts existiert hier nicht nur auf einem modernen Etikett – ein Teil davon befindet sich direkt auf dem Kunstwerk.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch2\u003eUnberührte historische Oberfläche\u003c\/h2\u003e\n\n\u003cp\u003eDiese antike Thangka wurde nicht auf einen künstlich perfekten Zustand restauriert. Das Alter ist deutlich sichtbar und gehört wesentlich zu ihrer Ausstrahlung.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eÜber die Malfläche verlaufen alte Faltspuren. Hinzu kommen Craquelé, Abrieb, Verfärbungen und stellenweiser Pigmentverlust. Auch die textile Einfassung zeigt deutliche Spuren einer langen Geschichte.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eUnter Vergrößerung werden die handgemalten Konturen, unterschiedliche Pigmentschichten und zahlreiche kleine Veränderungen der Oberfläche sichtbar. Gerade diese Details verleihen dem Werk die Tiefe und Authentizität, die bei moderner dekorativer Thangka-Malerei fehlt.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch2\u003e120 cm buddhistische Kunst aus Nepal\u003c\/h2\u003e\n\n\u003cp\u003eMit \u003cstrong\u003eH 120 × B 73 cm\u003c\/strong\u003e besitzt die Thangka ein Format, das einen Raum unmittelbar prägt.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eAus der Distanz wirkt zunächst die große rote Tara mit ihrer kräftigen Aura. Aus der Nähe verändert sich das Bild vollständig: Die zahlreichen kleineren Gottheiten, Lotusblüten, Schmuckelemente und fein ausgearbeiteten Details werden zu einem eigenen Mikrokosmos.\u003c\/p\u003e\n\n\u003cp\u003eDiese Verbindung aus monumentalem Format, \u003cstrong\u003eRakta-Tara-Ikonographie\u003c\/strong\u003e, Newar-Maltradition, 19. Jahrhundert und dem datierten nepalesischen Exporthinweis von 1976 macht das Werk zu einem außergewöhnlichen Sammlerstück innerhalb der buddhistischen Kunst Nepals.\u003c\/p\u003e\n\n\u003ch2\u003eSymbolik der Roten Tara\u003c\/h2\u003e\n\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eRakta Tara:\u003c\/strong\u003e die Rote Tara und weibliche Kraft des Mitgefühls\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eRot:\u003c\/strong\u003e magnetisierende Energie, Transformation und Anziehung günstiger Bedingungen\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eVarada Mudra:\u003c\/strong\u003e Großzügigkeit, Segen und Wunscherfüllung\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eLotus:\u003c\/strong\u003e Reinheit, spirituelles Wachstum und Erwachen\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eStehende Haltung:\u003c\/strong\u003e aktive Präsenz und Bereitschaft zu helfen\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eUmgebende Gottheiten:\u003c\/strong\u003e ein komplexes religiöses Pantheon rund um die zentrale Tara\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\n\u003ch2\u003eDetails\u003c\/h2\u003e\n\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eObjekt:\u003c\/strong\u003e antike buddhistische Thangka \/ Newar Paubha\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eDarstellung:\u003c\/strong\u003e Rakta Tara – Rote Tara\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eHerkunft:\u003c\/strong\u003e Nepal, Tradition des Kathmandu-Tals\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eKultur:\u003c\/strong\u003e Newar \/ Himalaya-Buddhismus\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eDatierung:\u003c\/strong\u003e 19. Jahrhundert\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eTechnik:\u003c\/strong\u003e traditionelle handgemalte Pigmente auf vorbereitetem Textil\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eMaße:\u003c\/strong\u003e H 120 × B 73 cm inklusive Textilmontierung\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eHistorische Markierung:\u003c\/strong\u003e nepalesisches Export-\/Prüfsiegel, 2033 B.S. \/ 1976\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eZustand:\u003c\/strong\u003e deutliche authentische Alters- und Gebrauchsspuren mit alten Faltungen, Craquelé, Abrieb, Verfärbungen und stellenweisem Pigmentverlust\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eEine monumentale Rote-Tara-Thangka des 19. Jahrhunderts – ein eindrucksvolles Beispiel historischer Newar-Malerei aus Nepal, dessen außergewöhnliche Oberfläche und datierter Exporthinweis seine lange Geschichte bis heute sichtbar bewahren.\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"1stbuddha","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":58112932741451,"sku":"721","price":4950.0,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/1012\/6170\/5547\/files\/antieke-nepalese-rakta-tara-thangka-19e-eeuw.jpg?v=1786540450","url":"https:\/\/echtebuddhas.de\/products\/antike-rote-tara-thangka-nepal-newar-paubha-19-jahrhundert","provider":"1stbuddha","version":"1.0","type":"link"}