Buddha der 1970er Jahre aus Myanmar – Holz, Farbe und Spiegelmosaik
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Maße: H 87 × B 79 cm
Gewicht: 28,4 kg
Material: Massivholz, polychrome Fassung, Golddekor und Spiegelmosaik
Herkunft: Myanmar
Zeit: 1970er Jahre
Darstellung: Buddha mit Bhumisparsha Mudra
Rot, Gold und Spiegelmosaik
Bei dieser Buddhafigur ist es nicht das Alter, das zuerst beeindruckt, sondern ihre Gestaltung. Kräftiges Rot, helle Partien, goldfarbene Ornamente und zahlreiche kleine Spiegelelemente bestimmen das Erscheinungsbild. Mit 87 cm Höhe und einer ungewöhnlich breiten Sitzfläche von 79 cm besitzt die Figur zudem eine starke räumliche Präsenz.
Solche Arbeiten zeigen, wie lebendig die buddhistische Bildhauertradition in Myanmar auch im 20. Jahrhundert geblieben ist. Historische Formen wurden weiterhin von Hand ausgeführt und mit den dekorativen Techniken verbunden, die man aus der birmanischen Tempelkunst kennt.
Ein Buddha aus den 1970er Jahren
Wir ordnen die Figur bewusst in die 1970er Jahre ein. Sie wird von uns nicht als Antiquität des 19. Jahrhunderts angeboten.
Die Konstruktion, die Art der Oberflächenbehandlung und insbesondere die dekorative Fassung sprechen für eine Arbeit aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach inzwischen rund fünf Jahrzehnten hat allerdings auch diese Oberfläche eine eigene Geschichte entwickelt.
Alterung ohne künstlich frühe Datierung
Auf Gesicht, Hals, Armen und Händen befindet sich eine helle Fassung mit ausgeprägtem Craquelé. Dunklere Schichten werden innerhalb der Risse sichtbar und erzeugen den charakteristischen gealterten Eindruck.
Dieses Craquelé betrachten wir nicht als Beweis für ein besonders hohes Alter. Es gehört vielmehr zur dekorativen Fassung und deren späterer Alterung. Genau diese Unterscheidung ist bei der Beurteilung buddhistischer Holzfiguren wichtig.
28,4 Kilogramm Massivholz
Die Unterseite macht deutlich, dass es sich nicht um eine leichte Dekorationsfigur handelt. Der Buddha wurde aus mehreren kräftigen Massivholzelementen aufgebaut und wiegt insgesamt 28,4 kg.
An der offenen Unterseite sind Holzstruktur, Verbindungen und Bearbeitungsspuren gut sichtbar. Die Konstruktion wurde nicht verborgen und ermöglicht einen interessanten Blick auf die handwerkliche Herstellung der Figur.
Ein natürlicher Schwundriss
Im Holz befindet sich ein deutlicher längerer Riss, der sich vom Sitzbereich aus fortsetzt. Bei großen Massivholzskulpturen entstehen solche Schwundrisse durch die langfristige Bewegung und Trocknung des Holzes.
Der Riss gehört heute zur Geschichte des Objekts und wird von uns nicht als Hinweis auf eine wesentlich frühere Datierung interpretiert.
Die dekorative Tradition Myanmars
Besonders aufwendig gearbeitet sind die Säume des Gewandes. Kleine geometrische und florale Elemente wechseln sich mit goldfarbenen Flächen und eingesetzten Spiegelstücken ab.
Das Licht wird von diesen kleinen Einlagen unterschiedlich reflektiert. Dadurch verändert sich die Wirkung der Figur je nach Blickwinkel und Beleuchtung – ein Prinzip, das in der religiösen und dekorativen Kunst Myanmars eine lange Tradition besitzt.
Mandalay als stilistischer Hintergrund
Die Gestaltung steht in der Nachfolge der Mandalay-Tradition. Diese Bildsprache verschwand nicht mit dem Ende der historischen Mandalay-Periode, sondern wurde von Werkstätten in Myanmar über Generationen weitergeführt.
Bei diesem Exemplar verstehen wir „Mandalay“ daher als stilistische Tradition und nicht als Behauptung einer Entstehung im 19. Jahrhundert.
Die Hand berührt die Erde
Die rechte Hand liegt über dem Knie und weist mit den Fingern zur Erde. Die linke Hand ruht mit geöffneter Handfläche im Schoß.
Diese Haltung ist die Bhumisparsha Mudra, die sogenannte Erdberührungsgeste. Sie erinnert an den Augenblick vor der Erleuchtung, in dem Buddha die Erde als Zeugin anruft.
Das Motiv zählt zu den bekanntesten Darstellungen des historischen Buddha und steht für Entschlossenheit, innere Festigkeit und Erleuchtung.
Eine starke Figur für größere Räume
Mit einer Breite von 79 cm wirkt dieser Buddha anders als viele hohe, schmale Figuren. Die weit ausladende Sitzhaltung gibt ihm Ruhe und gleichzeitig eine bemerkenswerte Präsenz.
Dadurch eignet sich die Figur besonders für größere Wohnräume, Eingangsbereiche, Meditationsräume, Yoga-Studios oder andere Interieurs, in denen ein einzelnes Objekt einen deutlichen Mittelpunkt bilden darf.
Die Kombination aus Rot, Gold und Spiegelmosaik sorgt dabei für eine wärmere und lebendigere Wirkung als bei einer unbehandelten Holzskulptur.
Zustand und sichtbare Geschichte
Nach rund fünf Jahrzehnten zeigt die Figur zahlreiche Spuren ihrer Geschichte. Dazu gehören Craquelé, ein größerer Schwundriss, kleinere Beschädigungen, Abrieb, Verfärbungen sowie Verluste an Fassung, Golddekor und einzelnen Spiegelelementen.
Diese Bereiche wurden nicht überarbeitet, um die Figur künstlich neuer erscheinen zu lassen. Die vorhandenen Gebrauchsspuren sind auf den Abbildungen sichtbar und gehören zum heutigen Charakter des Stückes.
Warum wir diesen Buddha mögen
Dieser Buddha versucht nicht, etwas zu sein, was er nicht ist. Er braucht keine Datierung ins 19. Jahrhundert, um interessant zu werden.
Seine Qualität liegt in der schweren handwerklichen Ausführung, dem ungewöhnlich breiten Format und der dekorativen Sprache Myanmars. Nach etwa fünfzig Jahren haben Holz, Farbe, Golddekor und Spiegelmosaik zudem eine Oberfläche entwickelt, die ein neu gefertigtes Stück nicht besitzt.
Ein ausdrucksstarker Buddha der 1970er Jahre aus Myanmar – groß, schwer, handgefertigt und mit einer ganz eigenen Präsenz.

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5,0/5 aus 12 Bewertungen
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“Amazingly efficient service and fast delivery.”“It arrived safely and very quickly. It is just as in the photos and description.”Englische Originalauszüge · Geprüft am 27. September 2026
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