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Bei diesem indischen Bronzeensemble des 19. Jahrhunderts bildet die Architektur weit mehr als nur einen Hintergrund. Ratnasambhava thront vor einem großen ovalen Nimbus auf einem doppelten Lotossockel; darunter erhebt sich eine rechteckige, vierfüßige Basis. Den oberen Abschluss setzt ein kuppelförmiger Schirm auf geschwungenen Streben.
Die nach unten geöffnete rechte Hand zeigt die Varada Mudra, das Zeichen des Gebens und der Großzügigkeit. In der linken, im Schoß ruhenden Hand liegt ein kleines juwelenförmiges Attribut. Frontalität, strenge Achsensymmetrie und die dominante Rückenplatte greifen ostindische Bildtraditionen der Pala-Zeit auf und übertragen sie in eine bewusst historisierende Gestaltung des 19. Jahrhunderts.
Ein Perlstab fasst den Nimbus nach innen ein; außen folgt ein bewegtes Flammen- oder Blattband. Der hoch angesetzte Schirm streckt die Figur, während Lotuslagen und architektonische Plinthe dem nur fünfzehn Zentimeter hohen Werk eine erstaunlich monumentale Wirkung verleihen.
Die offene Unterseite macht den Hohlguss der Plinthe sichtbar. Goldbraune Metallpartien wechseln mit dunkleren Patinazonen; in Vertiefungen haben sich orange-rote Ablagerungen erhalten. Die Vorderseite weist örtliche Korrosionsgrübchen auf. Auf der Rückseite sind ältere Gussspuren, Farbunterschiede und mehrere unregelmäßige Öffnungen der Rückenplatte zu erkennen.
Vorhanden sind alters- und gebrauchsbedingter Abrieb, Kratzer, Verkrustungen und lokale Korrosionsgrübchen. Kleine Materialverluste und Öffnungen betreffen unter anderem Nimbus, Lotus, Rückenplatte und Plinthe; auch Füße und Ecken der Basis zeigen Abnutzung und kleinere Beschädigungen. Diese Merkmale beschreiben ausschließlich den sichtbaren Zustand und sind für sich genommen kein Beleg für eine frühere Datierung. Sämtliche Fotos gehören zur Zustandsdokumentation.
Eine verwandte indische Ratnasambhava-Bronze des 19. Jahrhunderts im „Pala Period Style“ erzielte bei Galerie Zacke einschließlich Aufgeld €2.340. Der Hinweis dient nur dem stilistischen und marktbezogenen Vergleich; eine identische Provenienz, Datierung oder Erhaltung wird daraus nicht abgeleitet.
