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Sitzender tibetischer Buddha aus dem 19. Jahrhundert mit außergewöhnlicher Alterspatina

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Sitzender tibetischer Buddha aus dem 19. Jahrhundert mit außergewöhnlicher Alterspatina

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Maße: H 20 × B 15 cm
Gewicht: 1,2 kg
Material: Bronze mit Resten historischer Vergoldung
Herkunft: Tibet / Himalaya
Datierung: 19. Jahrhundert
Darstellung: Sitzender Buddha mit Bhumisparsha Mudra

Ein Buddha, den man leicht unterschätzen kann

Dieser tibetische Buddha ist ein gutes Beispiel dafür, warum wir alte Bronzen nicht gerne nach dem ersten Eindruck beurteilen. Stellt man die Figur einfach vor sich auf den Tisch, könnte man sie ohne Weiteres für deutlich jünger halten. Teile der Oberfläche sind ungewöhnlich glatt, fast glänzend, und erinnern zunächst eher an eine Bronze aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Genau das machte die Figur für uns interessant.

Unter dem Mikroskop verändert sich das Bild nämlich vollständig. Was mit bloßem Auge wie eine relativ einfache, polierte Oberfläche aussieht, besteht tatsächlich aus unterschiedlichen alten Oberflächenzonen. In kleinen Vertiefungen finden sich dunkle und braune Patina, Oxidationsspuren, alte Kratzer und Reste einer früheren Vergoldung.

Was unter der polierten Oberfläche erhalten blieb

Offenbar wurde die Bronze irgendwann in ihrer Geschichte recht kräftig gereinigt oder poliert. Auf den frei zugänglichen Flächen ist dadurch ein erheblicher Teil der ursprünglichen Oberfläche verloren gegangen.

Zum Glück erreicht eine solche Reinigung nie jede Stelle.

Am Hinterkopf, zwischen den Locken, entlang kleiner Vertiefungen und in Bereichen des Lotusthrons haben sich ältere Oberflächenreste erhalten. Gerade dort zeigt die Bronze eine wesentlich komplexere Patina als auf den glänzenden Partien.

Braune, schwarze und metallische Bereiche

Unter starker Vergrößerung erscheinen unmittelbar nebeneinander dunkelbraune Ablagerungen, schwarze Partien, warme kupferfarbene Bereiche und stellenweise graues freiliegendes Metall.

Hinzu kommen feine alte Kratzer und Bearbeitungsspuren. Einige verschwinden unter später entstandenen Oberflächenveränderungen, andere schneiden durch bereits veränderte Bereiche. Dadurch entsteht keine gleichmäßige künstliche „Antikpatina“, sondern eine Oberfläche mit mehreren sichtbar unterschiedlichen Entwicklungsphasen.

Spuren einer alten Vergoldung

Besonders interessant sind kleine goldfarbene Bereiche, die unter dem Mikroskop sichtbar werden. Sie liegen nicht gleichmäßig auf der Figur, sondern sind vor allem dort erhalten, wo die Oberfläche vor Abrieb geschützt war.

An mehreren Stellen lässt sich beobachten, wie die goldfarbene Schicht in dunkle Patina und schließlich in freiliegendes Metall übergeht.

Warum wir diese Stellen genauer untersucht haben

Die erhaltenen Goldpartien folgen sehr eng den Unebenheiten des Metalls. Auch innerhalb kleiner Vertiefungen und alter Bearbeitungsspuren finden sich noch goldfarbene Reste.

Das beobachtete Verschleißbild ist mit einer historischen metallischen Vergoldung vereinbar und zeigt Eigenschaften, wie sie bei traditioneller Feuervergoldung auftreten können. Eine chemische Bestimmung des Quecksilbergehalts wurde nicht vorgenommen.

Für die Beurteilung der Figur ist jedoch mindestens ebenso wichtig, dass diese Reste mit den älteren Patina- und Verschleißzonen zusammenhängen und nicht wie eine moderne dekorative Goldfarbe auf einer fertigen Oberfläche liegen.

Die Unterseite erzählt eine andere Geschichte

Dreht man den Buddha um, verschwindet der überraschend glatte Eindruck der Vorderseite sofort.

Die Bronze ist traditionell hohl gegossen. Im Inneren befindet sich eine ausgesprochen unregelmäßige Gussoberfläche mit Vertiefungen, rauen Partien und alten Ablagerungen. Diese Bereiche wurden nach dem Guss nicht auf Schönheit bearbeitet – schließlich waren sie ursprünglich nicht dafür gedacht, betrachtet zu werden.

Traditioneller Bronzeguss

Der Unterschied zwischen innen und außen ist bemerkenswert. Außen wurde die Figur sorgfältig geglättet und von Hand nachbearbeitet; innen blieb die wesentlich gröbere Struktur des Gussprozesses erhalten.

Diese Konstruktion entspricht der traditionellen Herstellung hohl gegossener buddhistischer Bronzen im Wachsausschmelzverfahren.

Die Patina ist hier wichtiger als die Farbe

Bei einer alten Bronze kann eine glänzende Oberfläche täuschen. Ein Objekt kann vor Jahrzehnten oder sogar Generationen gereinigt worden sein, ohne dass dadurch seine gesamte Oberflächengeschichte verschwindet.

Deshalb schauen wir bei dieser Figur weniger darauf, ob sie insgesamt „alt genug aussieht“, sondern darauf, was in den schwer erreichbaren Bereichen erhalten geblieben ist.

Gerade dort finden wir die Kombination aus Patina, Oxidation, alten Bearbeitungsspuren und Resten der historischen Oberflächenbehandlung, die auf den polierten Bereichen kaum noch zu erkennen ist.

Der Buddha berührt die Erde

Die Figur sitzt ruhig auf einem doppelten Lotusthron. Die linke Hand liegt im Schoß, während die rechte über das Knie nach unten geführt wird und die Erde berührt.

Diese Haltung wird als Bhumisparsha Mudra bezeichnet.

Sie erinnert an den entscheidenden Moment unmittelbar vor der Erleuchtung Siddharthas, als er die Erde als Zeugin seiner spirituellen Vollendung anrief. Das Motiv gehört zu den klassischen Darstellungen des historischen Buddha Shakyamuni.

Warum wir die Figur in das 19. Jahrhundert einordnen

Wir datieren diesen Buddha in das 19. Jahrhundert. Dabei ist gerade wichtig, dass diese Einschätzung nicht allein auf einer dunklen Patina oder einem einzelnen vermeintlichen Altersmerkmal beruht.

Berücksichtigt wurden die traditionelle hohle Gussweise, die manuelle Nachbearbeitung, die unterschiedlichen Oberflächenzonen, die erhaltenen Vergoldungsreste, die Patina in geschützten Bereichen sowie die stilistische Einordnung innerhalb der tibetisch-himalayischen Bronzekunst.

Bewusst nicht älter gemacht als nötig

Bei buddhistischen Bronzen ist es verlockend, jedes überzeugend alte Merkmal sofort mit einer möglichst frühen Datierung zu verbinden. Das machen wir bei dieser Figur bewusst nicht.

Die vorhandenen Merkmale rechtfertigen nach unserer Einschätzung eine Einordnung in das 19. Jahrhundert. Für eine präzisere oder frühere Datierung fehlen derzeit ausreichende unabhängige Anhaltspunkte.

Zustand

Die Bronze trägt deutliche Spuren ihres Alters und ihrer Geschichte. Dazu gehören ältere Kratzer, lokale Oxidation, dunkle und braune Patinabereiche, Abrieb sowie Verluste der ursprünglichen Oberflächenbehandlung.

Große Teile der sichtbaren Oberfläche wurden vermutlich zu einem früheren Zeitpunkt gereinigt oder poliert. In geschützten Bereichen sind ältere Oberflächenreste wesentlich besser erhalten.

Diese Unterschiede wurden bewusst belassen und dokumentiert. Eine erneute intensive Reinigung würde bei einer solchen Bronze genau jene Spuren entfernen, die heute noch etwas über ihre Herstellung und spätere Geschichte erzählen.

Ein Stück für den zweiten Blick

Mit 20 cm Höhe ist dies keine monumentale Tempelbronze. Ihr Reiz liegt vielmehr in etwas anderem: Sie zeigt eindrucksvoll, wie wenig die heutige Farbe einer alten Bronze soms über ihr tatsächliches Alter erzählt.

Aus normaler Entfernung sieht man einen fraai zittenden tibetischen Buddha. Unter dem Mikroskop verschijnt een veel rijker beeld van oude patina, slijtage, metaalbewerking en resterende vergulding.

Een 19e-eeuwse Tibetaanse bronzen Boeddha die zijn interessantste geschiedenis niet direct laat zien, maar juist in de kleinste details bewaart.

Kundenerfahrungen auf Etsy

5,0/5 aus 12 Bewertungen

Eine Auswahl von Shop-Bewertungen für 1stbuddha auf Etsy.

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“Amazingly efficient service and fast delivery.”
Amanda · · Etsy
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pawel · · Etsy

Englische Originalauszüge · Geprüft am 27. September 2026

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