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Mit 122 cm Höhe gehört diese Bronze zu einer Größenordnung, in der Muchalinda-Darstellungen nur selten erhalten sind. Der Buddha sitzt über den Windungen des Naga-Königs; sieben Schlangenköpfe bilden darüber eine schwere Schutzhaube. Die rechte Hand berührt in Bhumisparsha Mudra die Erde, während die linke Hand ruhig im Schoß liegt.
Stilistisch lässt sich die Komposition mit der südthailändischen Grahi-/Chaiya-Tradition verbinden. Gesicht, Nase, geschwungene Brauen und die hohe Bekrönung zeigen jedoch eine weiterentwickelte thailändische Formensprache. Unsere derzeitige Arbeitshypothese liegt deshalb im späten 13. bis 14. Jahrhundert. Diese Datierung bleibt eine kunsthistorische und technische Einordnung; ohne naturwissenschaftliche Analyse wird eine spätere Entstehung nicht kategorisch ausgeschlossen.
Auf der Stirn befindet sich eine fünfteilige Ringmarkierung: ein größerer Kreis im Zentrum, umgeben von vier kleineren. Dieses Detail ist für thailändische Buddhafiguren ungewöhnlich und gehört zu den wichtigsten ikonographischen Besonderheiten der Skulptur. Seine genaue rituelle Bedeutung ist noch nicht abschließend geklärt.
Die Figur ist traditionell hohl im Wachsausschmelzverfahren gegossen. Große Mengen des ursprünglichen rot-orangefarbenen, eisenreichen Tonkerns sind erhalten; hinzu kommen dunklere reduzierte Zonen, organisch gemagerte Bestandteile und Reste metallischer Kernstützen. Die massive Naga-Haube wurde separat montiert und wiegt schätzungsweise 35–40 kg.
Makro- und UV-Untersuchungen zeigen mehrere ältere Oberflächenphasen. Unter der dunkelbraunen Patina liegen ockerfarbene Vorbereitungsschichten und punktuell metallisch wirkende Goldreste, die zu einer früheren Vergoldung passen. Spätere Stabilisierungen im Montagebereich sind klar von diesen älteren Schichten zu unterscheiden.
Die Bronze zeigt eine tiefe, geschichtete Patina, historischen Abrieb, alte Kontaktspuren an der Naga-Montage und Reste früherer Fassungen. Aufgrund der handgegossenen, mehrteiligen Konstruktion steht das Ensemble nicht vollkommen lotrecht und die schwere Haube muss sorgfältig positioniert werden. Gerade Kern, Montage und unterschiedliche Oberflächenschichten machen das Objekt für die technische Untersuchung besonders ergiebig.
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