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TIBETISCH-HIMALAYISCHER RAUM, 17./18. JAHRHUNDERT
Kupferlegierung, Bronze/Messing.
H 56 cm; B 37 cm; Gewicht 14,3 kg.
Der Buddha ist in meditativer Haltung auf einem doppelten Lotosthron dargestellt. Die rechte Hand ist in der Abhaya Mudra erhoben, die Handfläche nach außen und die Finger ausgestreckt, während die linke Hand mit nach oben gewandter Handfläche im Schoß ruht. Das Gesicht mit gesenktem Blick und sanft modellierten Lippen wird von verlängerten Ohrläppchen gerahmt; dicht gesetzte Locken bedecken Kopf und hohe Ushnisha.
Das über die linke Schulter geführte Gewand liegt eng am Körper an und ist entlang der Säume mit fein ziselierten floralen Ranken geschmückt. Weitere gravierte Details finden sich an den Armreifen, den Gewandfalten und am Lotossockel. Geringfügige Unterschiede in Tiefe und Linienführung entsprechen der individuellen Ausführung von Hand.
Die Figur und der Lotossockel wurden separat gegossen und während des ursprünglichen Herstellungsprozesses miteinander verbunden. An mehreren Stellen sind ältere Gusskorrekturen erkennbar, deren Oberflächenalterung mit den angrenzenden Partien übereinstimmt.
Eine Untersuchung unter 50-facher Vergrößerung und mit UV-Licht bei 365 nm zeigte im Inneren ältere Kupferoxidation, mineralische Ablagerungen und Reste organischen Materials aus dem ursprünglichen Gusskern. Diese Merkmale sind mit dem traditionellen Wachsausschmelzverfahren vereinbar und unterstützen die vorgeschlagene Datierung.
Zustand: Guter altersgemäßer Zustand. Abrieb und feine Kratzer an der warm goldfarbenen Oberfläche, dunkle Patina und Ablagerungen in den Vertiefungen, Oxidation sowie ältere Gussunregelmäßigkeiten. Sämtliche Abbildungen sind Bestandteil der Zustandsbeschreibung.
Vertiefende Untersuchung: Lesen Sie die vollständige materialtechnische Dokumentation mit Mikroskopie- und UV-Aufnahmen.
