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Nepalesischer vierarmiger Avalokiteshvara – Feuervergoldete Bronze – 17. Jh. – 55 cm

Normaler Preis €27.980,00 EUR
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Preis: 27.980 €

Maße: H 55 × B 20,5 cm | Gewicht 6,0 kg | Feuervergoldete Bronze | Nepal | 17. Jahrhundert | Kat.-Nr. 265

Eine bedeutende nepalesische Darstellung des vierarmigen Avalokiteshvara (Lokeshvara), in schwerer Bronze gegossen und mit Resten der ursprünglichen Feuervergoldung. Die schlanke stehende Haltung, die vier Arme, die reich gearbeitete Krone und die kleine sitzende Buddhafigur in der Haartracht verweisen auf die Newar-buddhistische Bildhauertradition des Kathmandu-Tals.

Ikonographie

Avalokiteshvara ist der Bodhisattva des Mitgefühls. Die vier Arme stehen für seine Fähigkeit, auf unterschiedliche Weise helfend zu wirken. Der kleine Buddha in der Krone verweist auf Amitabha und bestätigt die ikonographische Zuordnung.

Vergoldung und Oberfläche

Auf zahlreichen Partien haben sich deutliche Reste der ursprünglichen Feuervergoldung erhalten. Das Gold ist in die gealterte Metalloberfläche eingebunden und wirkt nicht wie eine spätere Beschichtung. Grün-blaue Kupferkorrosion und tiefer sitzende Mineralisation sind insbesondere in geschützten Bereichen sichtbar.

Alte hölzerne Bodenverschließung

Die Unterseite bewahrt eine alte, passgenau eingesetzte Holzplatte, die die hohle Basis verschließt. Solche Verschließungen stehen im Zusammenhang mit der rituellen Weihe und Füllung buddhistischer Bildwerke. Das Holz zeigt Schrumpfung, Faserabbau und langzeitige Kontaktveränderungen. Entlang der Verbindung von Bronze und Holz befinden sich intensive blau-grüne kristalline Ablagerungen.

Technische Beobachtungen

Unter Vergrößerung sind alte Goldreste, natürliche Kupferoxidation, blau-grüne Mineralisation, Abrieb und alte Auflagerungen erkennbar. Die Konstruktion der Basis, die gealterte Holzverschließung und die lang entwickelten Korrosionsphänomene sprechen gemeinsam für ein erhebliches Alter.

Zustand

Guter antiker Erhaltungszustand mit altersbedingtem Abrieb der Vergoldung, Patinierung und örtlicher Oxidation. Die unregelmäßige Oberfläche, der Abrieb und die Mineralablagerungen gehören zum historischen Erscheinungsbild und wurden nicht kosmetisch überarbeitet.

Ein eindrucksvolles nepalesisches Bronzebild von großer Präsenz, ausgezeichnet durch Format, Ikonographie, erhaltene Feuervergoldung und die alte rituelle Bodenverschließung.